Logomain Styling – MakeUp Power für Domainnamen

Januar 5, 2014 | By | 1 Comment

„Kennen Sie die Agentur XYZ.TLD? Die sind noch neu am Markt und haben sich auf Kunstvermittlung spezialisiert.“ „Nein, noch nie gehört davon.“ „Diese Firma ist jetzt auch auf Facebook sehr aktiv!“ „Na und? ich habe keine Lust mehr mich an den teils unsinnigen Like-Orgien zu beteiligen!“

Problematik der Sichtbarkeit neuer Domainprojekte

Das Ringen um mehr Aufmerksamkeit im knallharten Online-Wettbewerb hat aktuell eine Dimension erreicht, wo es für neue Marktteilnehmer quasi zun Pflichtprogramm gehört, auf nahezu allen bedeutsamen Social Media Kanälen mitzumischen und ein nicht zu knappes Budget für SEO (Suchmaschinenoptimierung) und SEA (deren kostenpflichtige Werbeplätze) einzuplanen, denn die jüngsten Google Updates zur angeblichen Verbesserung der Suchergebnisse auf den ersten Seiten haben letztendlich auch dazu geführt, dass die begehrten Logenplätze unter den kommerziell relevanten Keywords zunehmend für teures Geld gekauft werden müssen;-)

Das bedeutet auch gerade für viele kleinere Marktteilnehmer und internetaffine StartUps einen stetig steigenden Aufwand an Zeit und Kosten, um die kritische Masse an Wahrnehmung und lohnenswerten Reichweiten zu erreichen und den gewonnenen Traffic auf die eigenen Webpräsenzen auch konstant zu halten. Wer überwiegend die derzeit angesagten Massenkanäle wie Facebook und Google bedient, pokert letztendlich mit hohen Einsätzen um den Erhalt der eigenen Reputation;-)

Die in den Industriestaaten vielschichtige Medienlandschaft hat zur starken Reizüberflutung geführt und wegen der allgemein gefühlten Übersättigung von werblichen Botschaften ist es auch kein Wunder mehr, wenn die breite Masse sich vornehmlich an potente Marken und Brands orientiert! Ein (Internet)Konzern mit reichlich Cashflow im Rücken und überragender Verkehrsgeltung hat schliesslich auch aufgrund des täglich prasselnden Bombardements an (belästigenden) Werbebotschaften gerade in Mainstream Märkten (fast) immer die Nase vorn;-)

Wohltuende, optische Reize verbessern die Wahrnehmung

Betrachtet man alle monetäre Domainprojekte als mögliche Brands, unabhängig davon ob Fantasiebegriff oder generisch, so liegt es auch nahe, eine generische Webadresse passend zur Zeichenfolge zu designen. Imho sind beschreibende Domains nicht minder brandingfähig als Kunstbegriffe mit Alleinstellungsmerkmalen, wo eine schon von der Schreibweise her attraktive Keyworddomain nicht nur besser im Gedächtnis haften bleibt, sondern auch durch einen gekonnten, optischen Feinschliff geradezu heraussticht! Fantasiebegriffe, die nicht zum alltäglichen Sprachgebrauch gehören, sowie unique Brandnames haben gegenüber Keyworddomains generell den Nachteil, dass sie jeweils aufwendig und teuer kommuniziert werden müssen, während produktbeschreibende, generische Domainnamen von sich aus Besucher generieren, eine besondere Eigenschaft, die überwiegend branchenbeschreibenden Domainnamen für die Verwendung als Werbemittel zu Gute kommen.

Von der Domain zur Logomain

Logogestaltung für Domainnamen ist eine interessante Entwicklung und erweitert das Spektrum der Domainbranche, wo nachhaltig eine gewachsene, eigenständige Kreativbranche entstehen kann. Gutes Grafikdesign speziell für interaktive Webadressen hat durchaus sehr viel Potential, eine selbsterklärende Domain wandelt sich durch ihr besonderes optisches Erscheinungsbild zum interaktiven Werbemittel, wo grafische Elemente die konkrete Zielgruppenansprache der Domain verstärken, ein gestalteter, werblicher Botschafter in kompakter Form schafft mehr Aufmerksamkeit als eine nackte Internetadresse, das gilt für individuelle Kunstbegriffe erst recht!

Betrachtet man diverse Firmenlogos, so fallen die sparsamen, eher spartanischen Arrangements der Wort/Bild Marken auf, Reduktion auf das Wesentliche ohne überflüssigen, grafischen Ballast gehört zum Kerngeschäft vieler Logodesigner, manche Logos und Signets wirken auf mich eher steril und somit irgendwie doch wieder austauschbar. Für meinen Geschmack darf es ruhig etwas mehr sein, verspielte Logodesigns, die zur Markenkommunikation nicht nur passen, sondern evtl auch notwendig sind, finde ich persönlich anziehender als rudimentäre Designs, es hängt letztendlich vom Kunden und von der Branche ab, welchen Gestaltungsspielraum ein Logografiker hat. Ein gekonnt gestaltetes, verspieltes Logodesign bzw eine individuelle Bildmarke als „kompaktes“ Kunstwerk hat für mich eine bessere Unterscheidungskraft als eine reduzierte Symbolgrafik in Markenform, ein gutes Beispiel dafür ist das berühmte Label von Jack Daniels;-)

Logomain-Design ist für mich auch ein dynamischer Designprozess über mehrere Entwicklungsstufen, gerade wo ein kleineres Domainprojekt wegen dynamischer Contents bis zum gefragten Portal skalierbar ist, so macht es auch Sinn, dass sich die Website Logomain von einer rudimentären Typografik bis zur Corporate Design Lösung weiterentwickelt. Eine selbsterklärende Domain kann somit durch grafische Aktualisierungen im Einklang an das laufende Domainprojekt zur optisch ansprechenden Logomain mit hohem Wiedererkennungswert werden und schliesslich eine starke visuelle Kennzeichenkraft erlangen, überhaupt ist Re-Design einer Logomain ein Optimierungsprozess, der eine visuelle Domainmarke bis zu in das Markenregister eintrags – und unterscheidungsfähige Wort/Bildmarken reifen lässt.

Für die Logomain-Gestaltung ist es schon obligatorisch, die Domainendung in die grafische Umsetzung einer Domain mit einzubeziehen, das ist nicht lästig oder überflüssig, sondern hat den entscheidenen Vorteil, dass ein Betrachter einer gut gestylten Logomain z.B. in einem Printmedium dazu eher motiviert wird, die beworbende Webadresse zu besuchen als eine Wort“URL“, die in einer Textanzeige u.U. kaum Beachtung findet, während klassische Logos nicht dazu auffordern, die Webpräsenz des Logo/Markeninhabers zu besuchen;-)

Fazit: attraktive Frauen mit Stil wissen, mit perfektem MakeUp in der richtigen Dosierung angenehm aufzufallen und aus der Masse heraus zu stechen;-) Gerade im Zeitalter der Reizüberflutung von Werbung und wo ein wachsendes Social Media Kartell alle Anstrengungen unternimmt, die Netzwelt einzuverleiben, kommt es wieder auf die eigene, unverwechselbare Identität an, für die eine attraktive Logomain als werbewirksame Hausnummer für eine eigene Webpräsenz Pate stehen kann! Eine Logomain kommuniziert zudem stärker mit dem Betrachter und weckt eher die gewünschten Assoziationen als es eine reine wortbasierende Domain vermag. Wann das Logomain Projekt startet, ist noch unbestimmt, der Launch erfolgt unter der Hausnummer www.logomain.com

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Rheinlaender

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#Korruption ist die Pest des 21, Jahrhunderts

Comments (1)

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  1. Hendrik sagt:

    intressanter Post. Habe ich bisher noch nicht gesehen, daß eine Grafik-design Firma sich drauf spezialisirt hat fertige Logos für Domains anzubieten. Erfolg wirst Du nur haben, wenn die Nachfrage ausreicht Domains so zu entwickeln.

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