wie Google Spammer bevorzugt

Februar 25, 2018 | By

immer wieder müssen Blogger geklaute Beiträge beklagen, mit denen sich manche Zeitgenossen rühmen und ohne Rücksprache auf fremden Websites präsentieren. Eine Fremdverwertung von meinem Blog musste ich dieser Tage auch feststellen. Auch wenn ein Blogartikel von öffentlichem Interesse ist, gebe ich keine Pauschal-Erlaubnis für Content-Klau. Ich verweise hiermit auf das Leistungsschutzrecht und das Urheberrecht, wonach nicht nur Fotografien und Grafiken, sondern auch Texte geschützt sind. Selbst Texte mit rein sachbezogenen Inhalten können durchaus eine schöpferische Höhe erreichen, wonach das Urheberrecht gegen Rechteverletzer anwendbar ist. Ohne die betreffende Domain zu nennen, denn ich möchte für solche Betreiber keine Werbung machen, habe ich den Verwerter des geklauten Contents inoffiziell abgemahnt und ihm eine angemessene Frist eingeräumt, die Rechteverletzung zu heilen. Ein angebliches Missverständnis ist keine Entschuldigung und für Urheber inakzeptabel. Immerhin wurde der beklagte Content innerhalb einer Viertelstunde gelöscht. Google hatte ich auch benachrichtigt, was auf gewohntem Wege nicht so einfach ist.

Sehr ärgerlich ist die Tatsache, dass Content-Diebe sich einen Dreck um die Reputation ihrer unfreiwilligen Lieferanten scheren. Meine „Leihgabe“ wurde effektiv zu SEO Zwecken missbraucht, denn die beanstandete Website war innerhalb eines Tages in den Serps relevanter Suchbegriffe zu sehen. Selbst die nun angezeigte 404 Fehlerseite hält sich bis dato hartnäckig auf den vorderen Suma Plätzen. Bisher keine Reaktion von Google. Die Beschwerde an Google Deutschland ist alles andere als erfrischend, denn ich lasse mir für eine Meldung kein Google Konto aufzwingen. Telefonanruf zwecklos, der dumme, duzende Sprachroboter verweist auf Online Formulare, heisst Google Konto anlegen. Die automatisch generierte Antwort via Sammelmail laut Impressum zeigt wie bescheuert Google tatsächlich ist. Was interessiert mich, wie beschäftigt ihr seid. Das Telemediengesetz gilt auch für diesen hochnäsigen Internetkonzern, wo eine ungehinderte Kontaktaufnahme gesetzlich vorgeschrieben ist.

Garantiert bin ich kein Einzelfall dreister Suchmaschinenoptimierung mit fremden Inhalten. Im ungünstigen Fall kann der weniger optimierte Urheber wegen Double Content von Google abgestraft werden, während der Plagiator sich in den Suchergebnissen nach oben spülen lässt. Einfach lachhaft die Plattitüden von SEO Spinnern, Google hat mit den berüchtigten Panda und Penguin Updates, die SEO Spam verhindern soll, der Netzgemeinde einen grossen Gefallen getan. Die Spammer haben scheinbar auch dazu gelernt, Google weiterhin auszutricksen. Nicht nur das, mit suchmaschinenoptimierten Leihgaben versuchen solche Zeitgenossen mit der Schaltung von Werbebannern Geld zu verdienen, ob solche Geschäftsmodelle genug Erträge abwerfen, wage ich allerdings zu bezweifeln. Google hindert Plagiatoren nicht, solange du ein Google Konto hast und die Hosen runter lässt;-)

Google’s neue Bildersuche!

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Category: Magazin, Recht

Rheinlaender

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nur wer gegen den Strom schwimmt, gelangt zur Quelle.

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