Pay-Per-Click Anzeigen sind Geldverschwendung

Mai 5, 2019 | By

Wenn sich die Gelegenheit bietet, spreche ich gezielt Webprofis sowie erfahrene Anwender an, deren primäre Informationsquelle mit Abstand das WorldWideWeb ist. Das Ergebnis der kleinen Umfrage, die allerdings keine repräsentative Umfrage ersetzen kann und will, bestätigt dennoch ein nicht zu vernachlässigendes Problem und infolgedessen eine sich abzeichnende Krise, die das gesamte PPC Anzeigengeschäft betrifft.

Die befragten Teilnehmer fühlen sich durch prominent platzierte Textanzeigen gerade bei absatzorientierten Keywords der jeweiligen Suchmaschinenbetreiber zunehmend belästigt. Der Grund dafür ist, dass gewünschte organische Suchergebnisse teilweise erst weit unten oder auf der nächsten Ergebnisseite sichtbar werden. Dazu kommt die nicht ausreichende Identifikation von Werbung, womit sich gerade Nutzer von Handys sowie kleinen Tablets konfrontiert sehen, denn der kennzeichnungspflichtige Hinweis einer Werbeanzeige versucht sich speziell auf kleinen Displays zu verstecken, was ein nicht unerwünschter Effekt ist, eine bezahlte Anzeige zu kaschieren.

Der ganz normale User erwartet von einer guten Suchmaschine eine schnelle Informationsquelle, die durch ein Optimum an Sortierfunktionen und brauchbaren Ergebnissen erreicht wird.  Eine selbstverständliche Leistung, die Google permanent verspricht. Doch mittlerweile sind aufdringlich wirkende sowie als Werbung schlecht gekennzeichnete „Premium Anzeigen“ zu einem echten Ärgernis geworden. Mittlerweile scheuen sich diverse Werbefilter Anbieter nicht mehr, selbst Suma on Top Anzeigen zu elliminieren. Die Browser Erweiterung ADBlocker Ultimate vermag tatsächlich, Google Anzeigen in die Unsichtbarkeit zu verbannen, ohne dass das Tool dafür entsprechend konfiguriert werden muss.

Pay-Per-Click Anzeigen können nach wie vor Negativ Performances ausgesetzt sein, nämlich Werbekunden durch verabredeten Klickbetrug ernsthaft zu schädigen. Nicht selten durch Mitbewerber angezettelt, die zahlungskräftige Konkurrenz bei etwaigen Bieterschlachten um prominente Keywords in Schach zu halten. Abgesehen davon zeigt Performance Werbung zunehmend Abnutzungserscheinungen, da die Losung der Traffic Maxime nicht mehr zeitgemäss ist. Meines Erachtens sind die Conversions viel schlechter als diverse SEO-Agenturen uns schön rechnen wollen. Ich gehe davon aus, dass nicht nur wegen der wachsenden Datenschutz Sensibilisierung die Gewinnerwartungen der bisher dominierenden Performance Marketer deutlichen Korrekturen nach unten bedürfen. Die klassischen Online-Werbeformen von Big Data Konzernen, die nach wie vor Nutzerverhalten konsequent ausspähen, wirken meist auch visuell unattraktiv und haben sich im Laufe der Jahre in der Tat abgenutzt.

Lohnende Alternativen sind durchaus in Sicht. In den letzten Blogartikeln habe ich zumindest angerissen, wie Online-Werbung funktionieren kann unter Berücksichtigung tatsächlicher Nutzerbedürfnisse auch in Anbetracht der Datensicherheit. Brand Development, was soviel bedeutet wie Markenentwicklung, ist in Online-Blogs effizienter umzusetzen, wenn allgemeine Wettbewerbsregeln eingehalten werden. Die Conversion Rate ist sicherlich auch davon abhängig, das Gefühl permanenter Werbebelästigung erst gar nicht aufkommen zu lassen. Nach meiner Überzeugung bröckeln die herkömmlichen Geschäftsmodelle der Internetmagnate und ihrer Plagiate, die seit dem Weckruf von Edward Snowden scheinbar nichts dazu gelernt haben. Angesichts der genannten Nachteile bezüglich „Performance Marketing“ ist die Frage durchaus berechtigt, wie wertvoll eingekaufter Traffic via solcher Quellen letztendlicht ist? Ich sehe jedenfalls keinen Grund, Geld für Pay-Per-Click Kampagnen auszugeben bzw zu verschwenden.. Da laufen selbst unaufgeforderte „Werbebriefe“ von Google sowie Facebook Kontakter bei mir ins Leere.

Nicht selten sind Googles Anzeigen-Kunden auch aus diesem Grund besorgt: wer beim Suchmaschinenmarktführer generell keine Werbung schaltet, verliert beim nächsten Algorithmus Upgrade möglicherweise die essentielle Sichtbarkeit in den Serps.

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Category: Magazin, Websites

Rheinlaender

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Querkopf, manchmal Spassvogel, weder mit abstrusen Ideologien noch mit Mainstream Medien kompatibel.

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