2012 nach den Sternen greifen

Dezember 31, 2011 | By | Add a Comment

wenn ich die Zahl *2012* in Google eintippe, springen mir direkt
„reisserische“ Suchergebnisse ins Auge, wo u.a. eine drohende Apokalypse
der Menschheit prophezeit wird. Diese und andere Weltuntergangstheorien
haben in Krisenzeiten naturgemäss Hochkonjunktur, wohin die Reise
speziell in Bezug auf wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen der
Industriestaaten geht, steht derzeit gewiss in den Sternen;-)

Wer hat nicht schon längst die Schnauze voll, wenn man tagtäglich die
schlechten „News“ aus den Medien aufsaugen muss – Eurokrise,
Rezessionsängste, Inflation, die Pest der Korruption, Anstieg der
(Massen)Arbeitslosigkeit, rücksichtslose Oligarchien, Lohndumpimg.
drohender sozialer Sprengstoff usw.

wer sich nur auf die (Un)Geschicke der hiesigen Politik verlässt, ist
für die Zukunft veraten und verkauft! Imho halte ich es für einen
Irrglauben, dass der Staat mit seinen emsigen Volksvertretern
Arbeitsplätze in einer (sozialen) Marktwirtschaft generieren kann, denn
eine demokratisch legitimierte Regierung kann nur die vernünftigen
ökonomischen Rahmenbedingungen dafür schaffen, die den innovativen KMU’s
wirklich den Weg frei machen für eine langfrisitige Erhöhung der
Binnennachfrage und fairer Teilnahme am globalen Wettbewerb!

Vollkasko-Mentalität und Ignoranz als Folge der zunehmenden
Politikverdrossenheit sind in meinen Augen fatal, denn sie sind der
Nährboden für einen schleichenden Zerfall unserer bisher stabilen
Demokratie nach dem zweiten Weltkrieg;-)

Die hiesige Politik schielt imho zu stark auf Konzernstrukturen und
deren Vertragslobbyisten, anstatt dem Klein – und Mittelstand nachhaltig
den Rücken zu stärken! Sicher, einige börsennotierte Konzerne und
diverse „Investmentbanken“ greifen allzu oft nach den Sternen, leider
greifen die „Topmanager“ dieser Unternehmen allzu oft in die Leere von
Luftschlössern, weil sie mit illegalen Preisabsprachen,
wettbewerbsbedenklichen Marktkonzentrationen, Geldvernichtungsorgien und
Massenentlassungen nationale Volkswirtschaften ins Straucheln bringen ->
nach mir die Sintflut, der dumme Rest zahlt die Zeche;-)

Die Zukunft gehört imho den Leuten, die was Solides auf die Beine
stellen wollen, dem Schreckgespenst einer drohenden Weltwirtschaftskrise
zum Trotz! Denke, mehr Gründergeist auf sicherem Fundament brauchen wir
auch in 2012 und darüber hinaus mehr denn je! Der globale Online
Marktplatz bietet zudem reichlich Platz für innovative Gründer, es ist
nicht alles „abgegrast“!

Sicher, Big Player wie Amazon, Facebook, Ebay, Google etc. bedienen den
globalen Online-Marktplatz sehr effektiv mit „content for the masses“,
wer als StartUp mit solchen Unternehmen konkurrieren will, braucht mehr
als nur Cash Flow wie Heu;-)

Das globale Dorf will tiefer entdeckt werden, denn es bietet zudem
viele interessante Nischen und Chancen für Gründer, die mit „content for
individuals“ abseits des Mainstream den Internetmarktplatz ökonomisch
wertvoll bereichern, auch im Sinne für die Enstehung von Jobs der
Zukunft!

Fazit: wer ein solides Online Projekt auf die Beine stellen will,
braucht nicht (mit unkalkulierbaren finanziellen Risiken) nach den
Sternen zu greifen, er/sie braucht im Rahmen der finanziellen
Möglichkeiten, die Idee, den Mut, die Hartnäckigkeit und ein gewisses
Faible für sein/ihr Projekt, der ein oder andere Stern mehr wird am
Himmel dauerhaft leuchten und lässt so manches Luftschloss in der
Dunkelheit verschwinden;-)

In diesem Sinne wünsche ich den Lesern und Bloggern einen guten Rutsch, Zuversicht und alles Gute für das Jahr 2012!

Freundliche Grüsse

Juergen alias Rheinlaender.

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Category: Magazin

Rheinlaender

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Querkopf, manchmal Spassvogel, weder mit abstrusen Ideologien noch mit Mainstream Medien kompatibel.

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