Krim Krise – kalter Krieg reloaded

März 3, 2014 | By

wer hätte vor zehn, zwölf Jahren solch eine tragische Entwicklung erwartet! Vermutlich Keiner. Der trickreiche Aufstieg des „lupenreinen Demokraten“ Putin zum skrupellosen, unberechenbaren Despoten zeigt mit dem Überfall auf die Halbinsel Krim die wahre Fratze eines ungehemmten, machtgierigen Gangsters, der bisher die europäische Union zum Narren gehalten und für sog „Eurofaschisten“ und die Vereinigten Staaten von Amerika auch seit jüngster Vergangenheit nur Drohungen, Spot und Hähme übrig hat. Die markigen Sprüche aus Putin’s aktueller Propagandaschmiede rufen wieder einmal den Stalin Terror vergangener Tage in Erinnerung, diesmal mit weitaus gefährlicherem Potential, die nicht nur die Ukraine und die unmittelbaren Nachbarstaaten in den Abgrund zu reissen vermag.

die dramatische Entmachtung des korrupten Diktators Janukowitch, der mittlerweile mit internationalem Haftbefehl gesucht wird, offenbart allzu deutlich eine ehemalige Marionettenregierung unter Putin’s Gnaden, die in überaus rücksichtsloser Manier die Ukraine als souveränen Staat ausgeplündert und die Bevölkerung nahezu ausgebeutet hat. Heute steht die Volkswirtschaft der Ukraine vor einem imensen Scherbenhaufen, Putin’s geflohener, aalglatter Stiefellecker Janukovitch ruft aus dem nahegelegenem Exil nach einer strafbewehrten Vergeltungsaktion und bekommt sie auch, in Form eines massiven Aufgebots der russchischen Streitkräfte vorerst auf der Krim, die mittlerweile unzweifelhaft als Brückenkopf mit dem Ziel der Beseitigung der amtierenden, ukrainischen Übergangsregierung zu bewerten ist.

die Rattenfänger auf der Krim

friedlicher Protest ist sehr gefährlich, besonnene Bürger auf der Krim riskieren in diesen Tagen Gefahr für Leib und Leben, wenn sie offenkundig den Überfall verurteilen, sich aber von jeglicher Gewaltanwendung distanzieren. Angesichts des medienwirksam, präparierten Strassenmobs auf der Krim, der in diesen Tagen laustark mit unterirdischen Parolen gegen den Westen und die Übergangsregierung in Kiew pöbelt, markiert ohne Zweifel die fundamental feindseelige Geisteshaltung der amtierenden russischen Administration unter dem Diktator Putin gegen Freiheitsbestrebungen und Einhaltung elementarer Bürgerrechte. Prügelnde Kriminelle unter Waffen, die teils marodierend durch die Strassen in Sewastopol und in anderen „zurückeroberten“ Städten des ukrainischen Kernlandes ziehen, bedürfen des besonderen „Schutzes“ der russischen Förderation! Was für eine billige Heuchelei! Die eingeschleusten Rattenfänger und paramilitärische Einheiten verfolgen in der Tat ein gefährliches Ziel mit verheerender, psychologischer Wirkung: zum Einen wird jeder friedliche Protest unbewaffneter Bürger und unabhängiger Journalismus ukrainischer Medienvertreter auf der Krim von Anfang an im Keim erstickt, zum Anderen werden ukrainische Sicherheitskräfte zum ersten Schuss oder zum Überlaufen motiviiert! Putin’s Propaganda Masche offenbart zudem das wahre Gesicht einer schwachsinnigen, russischen Regierung, sichtbare Hammer und Sichel auf Transparenten kennzeichnen das moderne Russland von heute;-)

Vergeltung gegen unbeugsame Ukraine

für mich hat die gerade erst beendete Winterolympiade in Sotchi denselben makabren Beigeschmach wie die in Berlin stattgefundene Olympiade Anno 1936. Das damalige Nazi Deutschland machte einen auf weltoffen, modern und leistungsstark, wenige Jahre später erfolgte Hitler’s Überfall auf Polen. Der Despot Putin übertrumpft Hitler in der Zeitspanne, entschlossene Nachbarstaaten, die sich seinem rücksichtslosen Machteinfluss in völkerrechtlich, verankerter Selbstbestimmung entziehen wollen, nicht nur mit massiver Gewalt zu drohen, sondern sie auch unmittelbar anzuwenden. Russlands Opposition und angesehene Persönlichkeiten scheinen derzeit nahezu an die Kette gelegt zu sein, die flächendeckend gleichgeschaltete Presse unter Putin’s Kontrolle ist letztendlich zur Rückgrat Propaganda desselben verkommen, die in diesen Tagen die mediale Überzeugungsarbeit leistet, die Strafexpedition gegen die abtrünnige Ukraine als notwendig zu legitimieren. Die Absetzung des schmierigen Diktators Janukowitch nach den blutigen Unruhen in Kiew macht die gefährliche Paranoia des ehemaligen KGB Oberst aus Dresden offenbar, die uneingeschränkte Macht und Kontrolle nicht nur im eigenen Land, sondern die auch von Satelittenstaaten, wie Putin die Ukraine immer betrachtet hat, nach und nach einzubüssen. Die legitime Entmachtung des skrupellosen Janukowitch hat in gewisser Weise eine Vorbildfunktion für Bürgerrechtler und einflussreiche Oppositionelle in Russland, Putin nebst seinem korrupten Clan ist jedes Mittel recht und billig, Presse – und Meinungsfreiheit im vermeintlich modernen Russland mit drakonischen Strafen und „organisierten Exekutionen“ zu unterdrücken.

Putin, gib Acht!

es wäre nicht nur ein Gesichtsverlust für das westliche Bündnis, wenn angesichts der militärischen Supermacht Russland letztendlich der Nato die Hände gebunden sind, wenn Putin’s Truppen die Abtrünnigen auf dem gesamten ukrainischen Territorium ausradieren, im Vollrausch der Rückeroberung könnten ehemalige Ostblockstaaten, die jetzt zur europäischen Union und zur Nato gehören, ebenfalls ins Visier machtpolitischer Einflussnahme aus Russland geraten, welches Konfliktpotential dann entfacht wird, brauche ich hier nicht näher zu erklären. Putin’s rücksichtsloser Expansionsdrang beruht auf massive Einschüchterung und unmittelbarer militärischer Gewalt, eine geschwächte Allianz wird einem potenten Aggressor kaum etwas entgegensetzen wollen, ein starkes Bündnis mit kalkurlierbarer Risikobereitschaft weist dagegen mit Entschlossenhet den Diktator Putin effektiver in die Schranken, falls dieser die rote Linie endgültig überschreitet. Es würde mich nur noch wundern, wenn die gesamte russische Militärführung den Bezug zur weltpolitischen Realität und einer real existierenden, transatlantischen Schlagkraft verloren hat,  denn es ist auch nicht im Sinne einer Rohstoff exportierenden Nation, am Schluss die nackte Existenz zu verlieren!

ein Russland ohne Putin

Russlands aktuelle Wirtschaftsmacht? beruht meines Wissens überwiegend auf Öl, Gas und anderen nachgefragten Rohstoffen, sowie dem Export von Rüstungsgütern, ansonsten hat Russland eine ausgeprägte und hochmoderne Investitionsgüterindustrie für zivile Zwecke wie die G7 Staaten kaum vorzuweisen. Hängt Russlands CashFlow letztendlich primär von Öl – und Gaslieferungen ab, so zeigt sich, wie fragil die russische Volkswirtschaft sein kann, wenn die Nachfrage des Weltmarktes nach Rohstoffen aufgrund weitreichender Sanktionen rapide nachlässt. Eine Supermacht, die sich überwiegend durch ökonomische Monokultur auszeichnet und sich von einer fragilen Demokratie zum brutalen Regime gewandelt hat, das über Leichen geht, hat selbst in Russland keine Zukunft mehr! Dafür eine Wiederbelebung von Perestroika und Glasnost! Ich würde mir wünschen, die überwiegende Mehrheit der russischen Bürger besinnt sich auf eine Ära zurück, die unter dem damaligen Regierungschef Michail Gorbatschow zur allmählichen Befreiung aus dem sowjetischen Packeis und zur echten Entspannung mit dem Westen führte. Das gefährliche Packeis hat das „moderne“ Russland leider zurückerobert. Welchen Nachteil hätten die Bürger der russischen Förderation und der benachbarten Staaten, wenn Russland wieder den Pfad zum demokratischen Rechtsstaat betritt und eines Tages Mitglied der Nato wird, wo in Zukunft auch der Posten des Nato Generalsekretärs von einem redlichen russischen Militärangehörigen besetzt werden kann, der die integralen Interessen einer erweiterten Bündnislandschaft vertritt, was sicherlich auch einer intakten, globalen Volkswirtschaft zugute kommt. Für Konsorten wie Putin ist da kein Platz mehr!

der Preis ist hoch

Putin hat sich mit dem Überfall auf die Krim endgültig selbst verbrannt, es wird sich zeigen, ob verantwortliche Militärs und einflussreiche Bürger im Riesenreich es darauf ankommen lassen, wie eine korrupte und mafiöse Elite unter Putin Russland an den Rand des Abgrundes manövriert. Putin und seine Schergen sind hauptverantwortlich für den gewachsenen Imageschaden und zunehmender Isolation einer russischen Nation, die zu einer realen Gefahr für den Weltfrieden geworden ist. Wer in protziger Manier mit dem Feuer tanzt, kann am Schluss vom Feuersturm eingholt werden!

Ich wünsche der ukrainischen Übergangsregierung und der bedrohten ukrainischen Bevölkerung, die den Mut hat, das Recht auf freiheitliche Selbstbestimmung nach Jahren der Entbehrungen durchzusetzen, in diesen dramatischen Tagen Zuversicht und Gottes Segen, in der akuten Not auch den notwendigen Beistand gegen „lupenreine“ Gauner;-)

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Category: Korruption, Magazin

Rheinlaender

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Querkopf, manchmal Spassvogel, weder mit abstrusen Ideologien noch mit Mainstream Medien kompatibel.

Comments (3)

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  1. Avatar Martina sagt:

    das war abzusehen, diese Bestie greift jede westlich orientierte Bewegung in seiner eurasischen Einflusszone an, dazu gehört die Ukraine, die er um keinen Preis an den Westen verlieren will 😉

    meine Vermutung, Putin lotet im moment die Lage aus, wenn die Warnungen des Westens abebben, schlägt Putin bei der nächsten für ihn günstigen Gelegenheit gnadenlos zu und der Westen schaut geschockt zu.

    die Kriegsgefahr ist noch lange nicht gebannt.

  2. Rheinlaender Rheinlaender sagt:

    denke, weitreichende Wirtschaftssanktionen würden Russland unter Putin wesentlich härter treffen als die europäische Union, möglicherweise hat sich „Adolf Putin“ diesmal kräftig verzockt!

  3. Avatar Zaphod Beeblebrox sagt:

    Wer in diesem Staat immer noch glaubt, dass die politische „Klasse“ hier den Mumm aufbringt, einem gnadenlosen Diktator wie Putin den Kampf anzusagen, der hat sich wohl zu lange im „Bildzeitungs-“ und „öffentlich rechtlichem Rundfunk/Fernsehen-Modus“ gesonnt. Die von finanzgierigen Lobbies geleitete Politikerlandschaft hierzulande hat doch längst vergessen, wie man einem Despoten die Stirn zeigt – ich denke, eine begrenzte kriegerische Auseinandersetzung rüttelt das tumb gewordene Deutsche Volk endlich auf, sich auf seine wahren Werte zu besinnen und sich gegen die Willkür der Energiekonzerne, des Beitragsservices, der Finanzverwaltung und der Banken und Versicherungen zur Wehr zu setzen.