Kompaktes Werkzeug für Fotokunst und Design

August 12, 2019 | By

Digitalkameras als leichtgewichtige Allrounder mit ausgezeichneten Bildergebnissen sind voll im Trend. Die Olympus SZ31MR gehört zu den sogenannten Bridgecameras und wirkt wie eine miniaturisierte DSLR im Hemdtaschenformat. Ein nenneswerter Vorteil ist die Möglichkeit als ständiger Begleiter für spontane Shootings bereit zu sein. Das macht die wertige Pocketcam genauso flexibel und komfortabel wie ein Photohandy im teuren Preissegment.

Ironischerweise fristet meine “Oly”, die ich als Aussteller zu einem Schnapperpreis erworben habe, bisher mehr als Dekoware fürs Regal ihr Dasein. Mit ihrem Gehäuse aus Metall ist die Cam nicht nur attraktiv und edel sondern erweist sich im Einsatz bei widrigen Wetterverhältnissen zudem als robust und zuverlässig. Dennoch habe ich der antiquierten All in One Cam von Canon S3 IS für die Blogfotografie bisher den Vorzug gegeben. Liegt vielleicht auch daran, dass ich mich von “alten Puppen” schwer trennen kann, obwohl die Kleine von Olympus mit Abstand die beste Bildqualität liefert, womit die Canon nicht mehr konkurrieren kann.

Einen ersten Kurztest der Olympus SZ31MR habe ich bereits hier veröffentlicht. Sie ist als Reisezoom Kamera konzipiert und hat einen CMOS Sensor verbaut, der im Vergleich zu CCD Wandlern, die noch in Billigkameras verbaut sind, im Signal-Rauschverhalten klar die Nase vorn. Die Fotoaufnahmen sind in dunklen Bildbereichen kaum verrauscht, selbst bei schummrigen Lichtverhältnissen hält sich das Pixelrauschen in akzeptablen Grenzen, das macht eine nachträgliche Bildentrauschung mittels EBV wie bei der Canon in vielen Aufnahmesituationen entbehrlich. Bei hartem Sonnenlicht offenbaren sich allerdings auch bei der Olympus diverse Schwächen, wo harte Schlagschatten mit kaum sichtbaren Zeichnungen von Details nahezu abgesoffen sind. Der Dynamikumfang der Cam ist eher durchschnittlich, ob der zuschaltbare HDR Modus bei stark schattigen Motiven bessere Ergebnisse liefert, habe ich bisher noch nicht getestet.

Dennoch ist die kleine Olympus eine für den semiprofessionellen Einsatz durchaus geeignete Kamera, die mit Reaktionsschnelligkeit für spontane Momente, auf die es schliesslich ankommt, gegenüber manchen Snapshot Cameras aus dem LowBudget Segment punket. Sie hat zudem einige nützliche Motivprogramme nebst Effekt-Kreationen, die Bedienung ist nahezu selbsterklärend. Viele Bilder habe ich mit ihr noch nicht gemacht, das muss ich unbedingt nachholen. Die Beispielgalerie zeigt urbane Motive bis zu einem surreal wirkendem Landschaftsbild, allerdings habe ich bei den Bildlooks mittels Paint Shop Pro und Photoshop Elements nachgeholfen.

Insgesamt ist die “Kleine Schwarze” eine gute Digitalkamera mit tendenziell freundlich-warmer Farbwiedergabe, die auch mit bescheidenen Lichtverhältnissen gut zurechtkommt, ohne den Bordblitz bemühen zu müssen. Den Test mit dem Dokument Modus hat die Olympus mit Bravour bestanden, ein reflektierendes Ausweisdokument konnte bei nornalem Umgebungslicht ohne Blitz aus der Hand auch dank des integrierten Bildstabilisators scharf und konturenreich aufgenommen werden. Für die künstlerische Fotografie ist die Olympus Pocketcam sicherlich eine gute Wahl und erweist sich auch aufgrund ihres Zoombereichs und vielseitigen Aufnahmemodi als Schweizer Taschenmesser der Digitalfotografie.

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Category: Magazin, Test, Trends

Rheinlaender

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Querkopf, manchmal Spassvogel, weder mit abstrusen Ideologien noch mit Mainstream Medien kompatibel.

Comments (2)

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  1. Avatar Manuela sagt:

    schöne Bilder von der Oly 🙂 du sagst es, nehme meine sperrige Kamera auch seltener mit, die fotojobs macht mittlerweile mein iphone.

  2. Avatar nobby x sagt:

    zuviel photoshop in den Bildern pur aus der Kamera hätte mir im testbericht besser gefallen.