Die Photokina ist Geschichte!

November 29, 2020 | By

Anmerkung zur aktuellen Pressemitteilung der Koelnmesse AG, die meine bisherige Einschätzung laut >> folgendem Artikel bestätigt. Ich gehe davon aus, dass die internationale Leitmesse der Imaging Branche nicht nur vorläufig ausgesetzt, sondern die Photokina mit der Meldung nun endgültig Geschichte ist. Was kommt danach? Müssen wir damit rechnen, dass die ominöse Corona Planwirtschaft die Messewirtschaft für Jahre aussetzt und schliesslich unwiderruflich ruiniert? Hoffen wir, dass es nicht soweit kommt und die berüchtigten, korrupten Corona Demagogen rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden, die der einflussreichen Pharmalobby den Weg für exorbitant hohe Profite ebnen.

Gehen wir jetzt nicht vom worst case aus, was kommt als Nachfolge der Photokina in Betracht? Vielleicht eine Nummer kleiner, dafür mehr Focus auf Semi-Professionals und Photoart? Immerhin könnte die Artcologne einen Teil der Photokina übernehmen bzw mit ihr unter neuem Namen fusionieren. Alles ungewiss, denn die auf den November 2020 terminierte Artcologne ist trotz sogfältig ausgearbeitetem Hygienekonzept im Lockdown Streichkonzert abgesagt worden.

Vielleicht ist die Kunst der Rettungsanker für die Imaging Branche, die im Massenmarkt der Family Snapshots, Fototassen und Billigposters keine nennenswerten Gewinne mehr erzielen kann. Spannende Frage auch, wie sich der Kameramarkt weiter entwickelt?! Eine generelle Marktbereinigung könnte auch dazu führen, dass der Mobile Phone Sektor den Einsteigermarkt für Digitalkameras komplett schluckt und mit Systemkameras nebst umfangreichen Zubehör quasi ein Restmarkt für Semi-Professionals reserviert wird. Wie dem auch sei, hier die offizielle Pressemitteilung, die vielleicht auch Hoffnung auf neue Innovationen und einen Politikwechsel der Vernunft in nicht allzu ferner Zukunft macht.

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Die photokina wird bis auf Weiteres ausgesetzt

Rückgänge im Imagingmarkt zwingen zu hartem Schnitt nach 70 Jahren

Angesichts der weiter massiv rückläufigen Entwicklung in den Märkten für
Imaging-Produkte hat die Koelnmesse entschieden, die Durchführung der photokina am
Standort Köln vorerst auszusetzen. „Die Rahmenbedingungen der Branche bieten leider
aktuell keine tragfähige Basis der internationalen Leitmesse für Foto, Video und
Imaging“, sagt Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse.
„Dieser harte Schnitt nach einer 70-jährigen gemeinsamen Geschichte ist uns sehr
schwergefallen. Die Entwicklung der Branche, mit der uns stets eine enge und
vertrauensvolle Partnerschaft verbunden hat, schmerzt uns sehr. Aber wir stellen uns
der Sachlage mit einer klaren, ehrlichen Entscheidung gegen die Fortsetzung der
Veranstaltung, die leider für uns ohne Alternative ist.“

Schon vor der Corona-Pandemie war der Imagingmarkt mit jährlich zweistelligen
Rückgängen stark in Bewegung. Die Dynamik hat sich 2020 massiv verstärkt und war
zuletzt mit einem Minus im Bereich um die 50 Prozent verbunden. Dies hat sich zur
photokina, die seit 1950 für Generationen in Köln die erste Adresse für die
Imaging-Industrie war und die zu den besonders positiv und emotional besetzten
Marken in der Messewelt zählt, in jüngerer Vergangenheit stark bemerkbar gemacht.

Seit 2014 hat die Koelnmesse gemeinsam mit dem Photoindustrie-Verband Konsequenzen
aus der rückläufigen Entwicklung des Marktes gezogen und mit grundlegenden
Konzeptanpassungen sowie hohen Investitionen in neue Aussteller- und
Besuchersegmente reagiert. „Diese konzeptionellen Veränderungen haben ebenso wie
eine Turnusänderung und ein Terminwechsel die Situation der Veranstaltung aber
letztlich nicht grundlegend verbessert“, so Geschäftsführer Oliver Frese, Chief
Operating Officer der Koelnmesse. „Es wird heute mehr fotografiert als je zuvor,
doch auch die Integration der Smartphone-Foto- und -Videografie sowie der
Bildkommunikation z.B. via Social Media konnten den Ausfall großer Teile des
klassischen Markts nicht kompensieren. So ist die Gesamtlage mit dem
Qualitätsanspruch der photokina als einer weltweit renommierten Marke, die für
höchste Qualität und Professionalität im internationalen Imaging-Markt steht, nicht
vereinbar.“

Die Koelnmesse hat ihre Entscheidung in enger Abstimmung mit dem
Photoindustrie-Verband getroffen. PIV-Vorsitzender Kai Hillebrandt: „Unsere Partner
in Köln haben alles getan, die photokina als globale Leitmesse zu erhalten. Die
damit verbundenen Erwartungen der gesamten Imaging-Community hätte die Veranstaltung
aber 2022 in der Tat nicht erfüllen können. Deshalb gehen wir seitens des Verbands
diesen leider unabwendbaren Schritt mit. Wir bedanken uns beim Kölner Team für
großartige gemeinsame 70 Jahre!“

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Category: Magazin, Press Release, Termine

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Querkopf, manchmal Spassvogel, weder mit abstrusen Ideologien noch mit Mainstream Medien kompatibel.

Comments (1)

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  1. Gerrit sagt:

    ich glaube nicht daß sie unter einem anderen namen wiederkommt, da ist die Luft endgültig raus. Habe mich immer auf die photokina gefreut und keine Veranstaltung bis zur letzten Messe ausgelassen. Stimme dir voll zu, daß die Photokina in den lezten Jahren an Attraktivität verloren hat. Die Ausrichtung auf den Mainstream auf weniger und unübersichtliche Messehallen hat mir auch nicht mehr gefallen. wenig neues was mich als Fan der Systemfotografie inspiriert hätte Außerdem kaufe ich mir nicht alle 3 Jahre eine neue Cam. Die Photokina war früher immer für Fotofreunde ein idealer Treffpunkt, die man sonst nur in Foren oder fb kannte. Dafür bleibt die schöne Erinnerung und hoffe mit dir daß die Pandemie und welche Lockdowns noch kommen mögen nicht allen kulturellen Veranstaltungen den Rest geben.

    MfG Gerrit

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